Vater! – 3. Kapitel – Die Ankunft

Als Cassus eines Morgens aufwachte, hörte er das Rasseln der Ankerkette und das Aufklatschen des Ankers im Wasser. Befand er sich nun in England? Draussen vernahm Cassus das Prasseln von Hagel oder Regen. Er war sich sicher in England zu sein! Er merkte, wie sich die Tür knarrend öffnete, Schritte schnell näher kamen, seine Kiste angehoben und davongetragen wurde. Dann merkte er, wie seine Kiste abgestellt wurde. Plötzlich hörte Cassus das Rattern von Rädern und wie die Kiste, in der er saß anfing zu rumpeln. Er war auf einer Kutsche!

Vorsichtig lugte Cassus aus der Kiste: vor ihm saß ein älterer Mann, der die Kutsche lenkte. Plötzlich drehte der Mann sich um, erschrak und rief: „Was machst du denn hier?“ Cassus sagte: „Ich suche…“ „Runter von meiner Kutsche oder ich rufe die Wachen!“ brüllte der Mann. Cassus sprang von der Kutsche und lief in eine Seitenstrasse, wo er stehenblieb und verschnaufte. Hinter sich sah noch die große Straße, auf der mehrere Kutschen vorbeifuhren.

Plötzlich wurde Cassus von einer Frau angesprochen, was er denn hier suche. Er antwortete: „Ich komme aus Frankreich und suche meinen Vater, der bei den Engländern in Gefangenschaft sein soll.“ „Wer bist du denn und wie heißt dein Vater?“ fragte die Frau. „Ich bin Cassus und mein Vater heißt Melwas.“ antwortete Cassus. „Wo dein Vater ist, kann ich dir nicht sagen… aber die französischen Gefangenen sind in der Stadt Gosport auf der Isle of Wight.“ Cassus sagte „Danke“ und fragte, in welcher Stadt er hier wäre. Die Frau antwortete: „Du bist in Grenoble.“ Plötzlich guckte die Frau sich um und rannte weg, hinter Cassus ertönte eine Stimme: „Haltet die Frau, sie ist eine Diebin!“, und schwer gepanzerte Soldaten ritten an ihm vorbei. Als sie verschwanden, ging Cassus los, um einen Laden zu suchen. Er ging auf die große Straße und sah einen Laden. Es war ein Laden für Waffen und Pferde. Cassus ging in den Laden hinein und der Mann hinter der Kasse sagte: „Guten Tag, was hättest du denn gerne?“ Cassus fragte: „Was haben sie denn im Angebot?“ „Ich habe…

  • Pferde, 2 Dukaten

  • Schuppenpanzer, 2 Dukaten

  • Rüstung mit Topfhelm. 3 Dukaten

  • Schwert, 5 Silberlinge

  • Streitaxt, 5 Silberlinge

  • Morgenstern, 5 Silberlinge

… billig im Angebot, und das ist etwas teurer:

  • Schild, 2 Dukaten

  • Lanze, 1 Dukate

Was hättest du denn gerne?“

Cassus sagte: „Ich hätte gerne 1 Pferd, 1 Rüstung mit Topfhelm, 1 Schwert, 1 Streitaxt, 1 Schild.“ „Das kostet dich 8 Dukaten“ sagte der Verkäufer. Cassus sagte „Auf Wiedersehen“ und ging aus dem Laden, um auf dem Markt Lebensmittel zu kaufen. Als Cassus mit vollem Rucksack und leerem Geldbeutel zurückkam, ging er nochmal ins Geschäft und fragte den Verkäufer, ob er ihm die Rüstung anlegen könnte, das machte der Verkäufer gerne.

Cassus bedankte sich, verliess den Laden und machte sich noch am selben Abend nach Gosport auf.

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